{"id":664,"date":"2013-09-05T11:32:38","date_gmt":"2013-09-05T09:32:38","guid":{"rendered":"http:\/\/bier.rub.de\/?p=664"},"modified":"2013-09-10T11:10:40","modified_gmt":"2013-09-10T09:10:40","slug":"ticketpreiserhohung-was-will-der-vrr-und-warum","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bier.rub.de\/?p=664","title":{"rendered":"Ticketpreiserh\u00f6hung: Was will der VRR und warum?"},"content":{"rendered":"<p class=\"lead\">Mitten in den Sommersemesterferien 2013 lud der VRR die ASten zu Verhandlungen um eine sogenannte &#8222;Weiterentwicklung des Semestertickets&#8220; ein. Am Ende des ersten Treffens blieb jedoch nur \u00fcbrig, dass der Ticketpreis &#8222;weiterentwickelt&#8220;, d.h. erh\u00f6ht werden solle. Die ASten versuchen nun auf verschiedenen Wegen, dies zu verhindern. Wir k\u00f6nnen die Verhandlungsdokumente leider nicht ver\u00f6ffentlichen &#8211; aber wir k\u00f6nnen f\u00fcr Euch zusammenfassen, was der VRR will und warum eigentlich.<\/p>\n<h4>Welche Argumente bringt der VRR an?<\/h4>\n<p>Der VRR st\u00fctzt sich in seiner Argumentation auf drei S\u00e4ulen. Am wichtigsten scheint dem Unternehmen zu sein, dass die in den letzten Jahren gek\u00fcrzten staatlichen Zusch\u00fcsse von den Studierenden kompensiert werden sollen. Au\u00dferdem bringt das Unternehmen an, dass die Studierendenzahlen und die Nutzerquoten des Tickets gestiegen sind. Das letzte Argument besteht darin zu behaupten, die bisherigen Preisanpassungen (jedes Semester ca. 4%) haben nicht zur &#8222;Wirtschaftlichkeit des Unternehmens&#8220; beigetragen.<\/p>\n<p><em>Wegfall der staatlichen Zusch\u00fcsse<\/em><\/p>\n<p>Die Auszubildendentickets, also z.B. das YoungTicket oder das Schokoticket, sind hoch subventioniert und zwar vom Staat. Der VRR w\u00fcrde solche g\u00fcnstigen Preise von alleine gar nicht anbieten. Da sich aber seit 2009 die Rechtsgrundlage ge\u00e4ndert hat und sich die Subventionierung nicht mehr an den verkauften St\u00fcckzahlen orientiert und zudem seit 2004 pauschal gek\u00fcrzt wurde, haben sich beim VRR wohl auch die Unternehmensfinanzen ge\u00e4ndert. Dazu ist allerdings zu sagen, dass der VRR seit 2005 die Ticketpreise schon ordentlich angezogen hatte, auch der Studiticketpreis wurde deutlich erh\u00f6ht, um den Wegfall der staatlichen Zusch\u00fcsse zu kompensieren. Ob der Wegfall der staatlichen Zusch\u00fcsse \u00fcberhaupt was mit dem Studiticket zu tun hat, bleibt ebenso fraglich. Denn im Gegensatz zu allen anderen Tickets bekommt der VRR von (so gut wie) jedem Studi Geld, die regelm\u00e4\u00dfige Nutzungsquote liegt aber selbst laut VRR nur bei 48%.<\/p>\n<p><em>Steigerung der Nutzungsquoten<\/em><\/p>\n<p>Lustigerweise argumentiert der VRR aber mit der Nutzungsquote von 48% noch f\u00fcr seine Interessen. Und zwar gab er in den Verhandlungen an, dass die Kalkulationen des Unternehmens im Jahre 1992, als der Vertrag entstanden ist, nur eine Nutzungsquote von 40% vorsahen. Angeblich w\u00fcrden jetzt aber 48% der Studis das Ticket nutzen. Das jedenfalls behauptet der VRR f\u00fcr die St\u00e4dte Bochum, Dortmund, Essen\/Duisburg, Krefeld\/M\u00f6nchengladbach, D\u00fcsseldorf herausgefunden zu haben. Au\u00dferdem w\u00fcrden nicht nur mehr Studis das Ticket regelm\u00e4\u00dfiger nutzen, sie fahren angeblich auch weitere Strecken. Abgesehen von der Tatsache, dass nicht transparent gemacht wurde wie diese Nutzungsstatistiken zu Stande gekommen sind, haben die Studierendenschaften nichts mit irgendwelchen internen Kostenkalkulationen des VRR zu tun. Lieber sollte sich der Verbund \u00fcber so viele Kunden freuen.<\/p>\n<p><em>Wirtschaftlichkeit des Unternehmens<\/em><\/p>\n<p>Der VRR gibt an, die Ertragskraft des Tickets sei gesunken und das m\u00fcsse kompensiert werden. Jetzt ist es aber nicht so, dass das Ticket gar keinen Ertrag bringt. Es bringt nur weniger als die anderen Tickets, jedenfalls behauptet das der VRR.<\/p>\n<h4>Fazit<\/h4>\n<p>Jetzt wisst Ihr, auf welche Argumentation sich der VRR st\u00fctzt. Erfahrt <a href=\"http:\/\/bier.rub.de\/?p=676\">hier, was die ASten zum Thema sagen<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitten in den Sommersemesterferien 2013 lud der VRR die ASten zu Verhandlungen um eine sogenannte &#8222;Weiterentwicklung des Semestertickets&#8220; ein. 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