{"id":660,"date":"2013-09-04T18:02:39","date_gmt":"2013-09-04T16:02:39","guid":{"rendered":"http:\/\/bier.rub.de\/?p=660"},"modified":"2013-09-04T18:02:39","modified_gmt":"2013-09-04T16:02:39","slug":"das-semesterticket-fur-studis-einer-fur-alle-und-alle-fur-einen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bier.rub.de\/?p=660","title":{"rendered":"Das Semesterticket f\u00fcr Studis &#8211; Einer f\u00fcr alle und alle f\u00fcr einen!"},"content":{"rendered":"<p class=\"lead\">Die Vorteile einer breiten Verhandlungsmasse sind besonders gut an dem Semesterticket f\u00fcr Studierende zu beobachten. Denn um dieses g\u00fcnstige Ticket\u00a0 zu bekommen, haben sich Anfang der 90er Jahre die Studierendenvertretungen im Einzugsgebiet des VRR zusammen getan und einen kleinsten gemeinsamen Nenner gefunden: Die Mobilit\u00e4t. Der Erfolg gibt der Strategie recht, denn so g\u00fcnstig wie Studis f\u00e4hrt sonst keiner.<\/p>\n<p>Seit 1992 gibt es einen Vertrag zwischen dem VRR und den ASten im Einzugsgebiet, welcher die freie Fahrt im VRR-Gebiet regelt. Dort ist z.B. festgeschrieben, dass Ihr nach 19 Uhr Werktags und am Wochenende oder Feiertagen ganztags eine weitere Person kostenfrei mitnehmen k\u00f6nnt. Ihr selber bezahlt alle 6 Monate und habt ab dann freie Fahrt. Dass dies alles nur 106,62\u20ac pro Semester pro Studi kostet ist dem Solidarprinzip zu verdanken: Jede_r Studi bezahlt den gleichen Preis, egal wie oft er_sie das Ticket \u00fcberhaupt nutzt. Das bringt Vorteile f\u00fcr den VRR, da dieser gesicherte und st\u00e4ndig steigende Einnahmen hat. Es bringt aber auch Vorteile f\u00fcr die Studis, denn so zahlen alle weniger, bekommen aber mehr. Wenn Ihr Euch z.B. bei der Einschreibung entscheiden k\u00f6nntet, ob Ihr f\u00fcr das Ticket zahlen wollt oder nicht, dann w\u00e4re es sehr viel teurer wie im Moment. Zum Vergleich: Das Aboticket &#8222;YoungticketPlus&#8220;, ein Ticket in einem vergleichbaren Umfang (Preisstufe E\/Personenmitnahme\/Fahrradmitnahme), kostet pro Monat 126,13\u20ac. Also schon pro Monat mehr, als das Studiticket im ganzen Semester.<\/p>\n<p>Entscheidend f\u00fcr die Verhandlungen war damals, dass alle ASten zusammen gestanden haben und das Ticket eben keine Option, sondern ein Muss ist. So haben diejenigen Studis, welche auf den \u00d6PNV angewiesen sind den Vorteil eines g\u00fcnstigen Tickets, welches man sich auch tats\u00e4chlich leisten kann. Diejenigen, die es nur am Wochenende f\u00fcr Ausfl\u00fcge und Partyn\u00e4chte gebrauchen, sparen im Vergleich zu den sonstigen Tickets aber immer noch viel Geld. Und der VRR bekommt Geld von Kunden, die sonst eigentlich gar keine geworden w\u00e4ren. Eine klassische Win-Win-Situation.<\/p>\n<p>Die Vertragspartner f\u00fcr den VRR sind dabei die jeweiligen ASten. Das bedeutet: Ihr zahlt das Geld an die Uni, die \u00fcberweist das an den AStA und dieser wiederum gibt das Geld dem VRR. Wenn der VRR Neuerungen oder Ver\u00e4nderungen w\u00fcnscht, so muss er dann eben auch mit der von Euch gew\u00e4hlten Studierendenvertretung verhandeln. Das Semesterticket geh\u00f6rt so zur studentischen Selbstverwaltung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Vorteile einer breiten Verhandlungsmasse sind besonders gut an dem Semesterticket f\u00fcr Studierende zu beobachten. Denn um dieses g\u00fcnstige Ticket\u00a0 zu bekommen, haben sich Anfang der 90er Jahre die Studierendenvertretungen im Einzugsgebiet des VRR zusammen getan und einen kleinsten gemeinsamen Nenner gefunden: Die Mobilit\u00e4t. 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