{"id":1493,"date":"2014-05-19T18:02:45","date_gmt":"2014-05-19T16:02:45","guid":{"rendered":"http:\/\/bier.rub.de\/?page_id=1493"},"modified":"2014-05-31T13:12:05","modified_gmt":"2014-05-31T11:12:05","slug":"bier-fuer-bildung","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/bier.rub.de\/?page_id=1493","title":{"rendered":"Bier f\u00fcr Bildung"},"content":{"rendered":"<p class=\"lead\">Die Liste B.I.E.R. l\u00e4dt Euch ein, an der faulsten und chilligsten Bildungsstreik-Aktion 2014 teilzunehmen. Unter dem Motto &#8222;Bier f\u00fcr Bildung&#8220; wollen wir am 03.06.\u00a0 um 16 Uhr auf der Wiese vor dem Q-West zusammenkommen, um gemeinsam ein Bierchen gegen die chronische Unterfinanzierung des Bildungssystem zu trinken. F\u00fcr die kleine Protestaktion braucht Ihr nur ein Bier und gute Laune. Gemeinsam gegen K\u00fcrzungen und Unterfinanzierung auf ein Bier!<\/p>\n<h3>Warum Bildungsstreik 2014?<\/h3>\n<p>Vielleicht habt Ihr Euch schon mal gefragt: Wie funzt das eigentlich mit der Finanzierung der Unis, der Profs, der Mitarbeiter_innen, der Studienpl\u00e4tze etc. Um das zu beantworten reicht ein Wort und ja, es ist so schlimm, wie es sich anh\u00f6rt: Leistungsorientierte Mittelvergabe. F\u00fcr jeden Bachelor-Studi, der sich einschreibt, bekommt die Uni Geld. F\u00fcr jeden Studi, der in Regelstudienzeit abschlie\u00dft auch. F\u00fcr die, die au\u00dferhalb der Regelstudienzeit abschlie\u00dfen gibts weniger Geld, aber immerhin noch etwas. So, und da haben wir auch schon das Problem &#8211; denn wie diese Bezeichnung der Mittelvergabe es schon durchblicken l\u00e4sst, geht es schlicht und ergreifend um Konkurrenz zwischen den Universit\u00e4ten und zwischen den Fakult\u00e4ten. Zus\u00e4tzlich gibts dann noch konkurrenzbasierte Wettbewerbe wie die &#8222;Exzellenz-Initiative&#8220;, um die Unis weiter in den Kampf gegeneinander zu treiben. Das Problem: Viele studentische Vertretungen in ganz Deutschland denken, dass zu einer effektiven Wissenschaft nicht der Wettbewerb untereinander geh\u00f6rt, sondern die Kooperation miteinander.<\/p>\n<p>Ihr habt es ja vielleicht auch selber schon erlebt oder von Euren Kommilitonen geh\u00f6rt: W\u00e4hrend man sich in der G-Reihe noch in den H\u00f6rsaal reinquetschen und stehen muss, sind die Betreuungsrelationen in der I oder N-Reihe viel besser. Da kann man sogar Fragen stellen oder ne kleine Diskussion einschieben. Warum ist das so? Wegen der Drittmittel. Mit der Leistungsorientierten Mittelvergabe ist auch der Kampf um Drittmittel an den Universit\u00e4ten viel gr\u00f6\u00dfer geworden. Und welche Fakult\u00e4ten haben wohl bessere Chancen auf Drittmittel? Na klar, die mit denen die aktuelle Wirtschaftslage was anfangen kann. Nur &#8211; mit Wissenschaft hat das nicht viel zu tun, eher mit einem neoliberal gef\u00fchrten Wirtschaftsunternehmen.<\/p>\n<h3><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1517\" alt=\"Bierf\u00fcrBildungNeu\" src=\"http:\/\/bier.rub.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Bierf\u00fcrBildungNeu.png\" width=\"310\" height=\"438\" \/><\/h3>\n<h3>Was sind die Forderungen?<\/h3>\n<p>Klar, meckern kann jede_r. Aber es gibt auch Vorschl\u00e4ge, wie die Politik die oben genannte Fehlentwicklung wieder r\u00fcckg\u00e4ngig machen kann.<\/p>\n<h4>Aufhebung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und L\u00e4ndern f\u00fcr Bildung und Wissenschaft<\/h4>\n<p>Der Konkurrenzf\u00f6deralismus, den die F\u00f6deralismusreformen I + II vertieft haben, ist insbesondere in der Bildungs und der Wissenschaftspolitik gescheitert. Das Kooperationsverbot muss aufgehoben und durch eine Regelung ersetzt werden, die es Bund und L\u00e4ndern erm\u00f6glicht, bei der Grundfinanzierung und dar\u00fcber hinausgehenden F\u00f6rderung von Einrichtungen und Vorhaben der Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie der Studierendenwerke verbindlich zusammenwirken zu k\u00f6nnen. Die gemeinsame Bildungsplanung ist als verpflichtender Auftrag wieder in das Grundgesetz aufzunehmen.<\/p>\n<h4>Verm\u00f6gen umverteilen f\u00fcr notwendige Investitionen in die Zukunft<\/h4>\n<p>Geld ist genug da \u2013 es muss anders verteilt werden. Das Steuersystem muss so umgestaltet werden, dass der private Reichtum der Gesellschaft zu gute kommen kann. Die Priorit\u00e4tensetzung der Mittelverteilung ist zu \u00e4ndern.<\/p>\n<h4>Schuldenbremse abschaffen<\/h4>\n<p>Die Schuldenbremse verst\u00e4rkt und institutionalisiert den Druck, den Rotstift vor allem im Bildungs- und Sozialbereich anzusetzen. Wir setzen uns f\u00fcr die Forderung ein, dass der Bund die \u00f6ffentliche Hochschullandschaft st\u00e4rker kofinanziert. Zu geringe Staatseinnahmen gepaart mit der Schuldenbremse sind die Ursachen von K\u00fcrzungen im Bildungs-, Sozial- und Kulturbereich. Wir fordern die Abschaffung der Schuldenbremse!<\/p>\n<h4>Prek\u00e4re Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse aufl\u00f6sen<\/h4>\n<p>F\u00fcr die gleichberechtigte Teilhabe am Wissenschaftsprozess muss es allen Mitgliedern der Hochschulen erm\u00f6glicht werden, unbedr\u00e4ngt von Befristung, schlechter Bezahlung und aufgezwungenen Arbeitszeitmodellen zu arbeiten. Das <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bundesrecht\/wisszeitvg\/gesamt.pdf\" target=\"_blank\">Wissenschaftszeitvertragsgesetz<\/a> muss abgeschafft werden.<\/p>\n<h4>Baf\u00f6g f\u00fcr alle<\/h4>\n<p>Damit alle Menschen ein Studium aufnehmen k\u00f6nnen, wenn sie dies wollen, muss es eine elternunabh\u00e4ngige Finanzierung als Vollzuschuss f\u00fcr alle geben. Einschr\u00e4nkungen oder Sanktionen sind abzuschaffen.<\/p>\n<h4>Demokratie an der Hochschule<\/h4>\n<p>Das Bild der \u201eunternehmerischen Hochschule\u201c, in der die Hochschule zu einem Dienstleistungsunternehmen umfunktioniert werden soll, muss zugunsten der allumfassenden Demokratisierung verdr\u00e4ngt werden. Alle Hochschulmitglieder m\u00fcssen gleichberechtigt am Wissenschaftsprozess mitwirken k\u00f6nnen. Das bedeutet auch, dass die Hochschulen nicht durch Hochschulr\u00e4te geleitet werden k\u00f6nnen, sondern aus sich selbst<br \/>\nheraus demokratisch bestimmt sein m\u00fcssen.<\/p>\n<h4>F\u00fcr Breitenf\u00f6rderung &#8211; Wider der Exzellenz<\/h4>\n<p>Der Zwang, sich stets im Wettbewerb mit anderen Fachbereichen und Forscher*Innen zu sehen, muss aufgel\u00f6st werden. Statt der Exzellenzinitiative muss eine Breitenfinanzierung etabliert werden, die die Bedingungen f\u00fcr alle verbessert.<\/p>\n<h3>Ich hab Bock! Was kann ich tun?<\/h3>\n<p>Das ist ja das Geniale: Es wird chillig. Kommt einfach am 03.06. um 16 Uhr mit euren Freund_innen und nem Bierchen in der Hand zur Wiese vor dem Q-West. Da gibts dann ne kleine Protestaktion mit chilliger Mucke. Gemeinsam wollen wir ein Bierchen trinken gegen die chronische Unterfinanzierung des Bildungssystems in Deutschland. Wenn Ihr noch mehr tun wollt, als nur zu konsumieren, dann schaut doch mal in das Wiki vom B\u00fcndnis rein und bringt Euch ein. Ihr findet es unter <a href=\"https:\/\/we.riseup.net\/bildungsprotest2014\" target=\"_blank\">https:\/\/we.riseup.net\/bildungsprotest2014<\/a><\/p>\n<h3>H\u00e4? Aktionstag war doch am 20.05.?<\/h3>\n<p>Eh, ja, aber als wir den Wetterbericht am 13.05. nachschauten, sah es leider so aus, als w\u00fcrde es regnen. Da gutes Wetter f\u00fcr die &#8222;Bier f\u00fcr Bildung&#8220;-Aktion unerl\u00e4sslich ist, haben wir daraufhin beschlossen, einen anderen Tag zu w\u00e4hlen. Am letzten Termin machte uns dann zwar kein v\u00f6llig falscher Wetterbericht, aber das Wetter an sich einen Strich durch die Rechnung. Durch die Verschiebungen konnten wir allerdings noch weitere Initiativen mit ins Boot holen, so dass es bigger and better werden wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Liste B.I.E.R. l\u00e4dt Euch ein, an der faulsten und chilligsten Bildungsstreik-Aktion 2014 teilzunehmen. Unter dem Motto &#8222;Bier f\u00fcr Bildung&#8220; wollen wir am 03.06.\u00a0 um 16 Uhr auf der Wiese vor dem Q-West zusammenkommen, um gemeinsam ein Bierchen gegen die chronische Unterfinanzierung des Bildungssystem zu trinken. 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